Gemeinsame Anreise zur #BlackLivesMatter Demo in Chemnitz

Wir supporten die Demo in Erinnerung an GeorgeFloyd & rassistische Polizeigewalt am kommenden Dienstag in Chemnitz mit einem Redebeitrag und einer gemeinsamen Anreise aus Leipzig!

Together we want to go to the #BlackLivesMatter Demonstration #Chemnitz

Falls ihr euch kein Zugticket kaufen könnt, meldet euch vorher bei uns, dann versuchen wir euch zu unterstützen!

Infos zur Anreise

16.00 Treffpunkt (Meeting point) Leipzig Hbf Gleis 23

16.20 Abfahrt Zug (depature)

18.00 Start Kundgebung

20.00 gemeinsamer Aufbruch (walking back to train station)

20.31 Rückfahrt (depature)

Translated call:

Rückblick: VA zur Einführung zu “Abolish The Police”

*English below: Review to the event Introduction of “Abolish The Police” *

In der ersten Veranstaltung unserer kleinen Veranstaltungsreihe “hier und jetzt: Solidarität statt Polizei” am 23.4.21 haben wir uns mit den Grundlagen der Forderung des Abolitionismus befasst.

Dazu hat Lisa, eine Aktivistin von Copwatch Leipzig einen Input zu Kriminalitätsstatistiken und Gelder sowie Ressourcen der Polizei gegeben und unser Konzept zur mittelfristigen Abschaffung der Polizei in Deutschland vorgestellt (https://copwatchleipzig.home.blog/2021/04/23/ein-konzept-zur-abschaffung-der-polizei-in-deutschland/). Larissa vom ISD (Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland) hat uns einen Einblick in die Perspektive und Erfahrungen schwarzer Personen mit der Polizei ermöglicht und Anne und Anja vom Rojava Soli Bündnis haben berichtet, wie sich die in der Region Rojava lebenden Menschen fast ohne Polizei organisieren.

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Redebeitrag zum 8. Mai 2021 – Entnazifizierung JETZT!

*English below: Speech on 8th May 2021 – Denazification NOW!*

Hallo Leute. Schön, dass heute, am Tag der Befreiung, so viele Leute gegen Rechts auf der Straße sind.

Wir von Copwatch Leipzig wollen ein paar Sachen zu rechten Strukturen in den sogenannten Sicherheitsapparaten sagen und klar machen, warum die Polizei abgeschafft gehört. Das Bild der Polizei als “Freund und Helfer” ist allgegenwärtig – seit über einem Jahrhundert hat sie es gefestigt. Gerne betont die Polizei, wie wichtig sie ist, um uns zu schützen. Wir sagen: das stimmt nicht, und es hat noch nie gestimmt.  

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Veranstaltungshinweis

Di, 11.5.21 19.00 Uhr: Rassistische Praxis der Polizei auf der Straße und im Web

online unter: https://lecture.senfcall.de/thi-9tw-vlb-9fy
https://www.facebook.com/events/223096135818647/

Die Polizei stellt sich gerne als Freund und Helfer dar. Dass das nicht den Tatsachen entspricht ist klar: fast täglich lesen wir Berichte über Diskriminierung, Übergriffe und Gewalt durch die Polizei. Wie kommt das zu Stande? Wir sprechen darüber, wie die Polizei die ungerechte Verteilung von Macht und Ressourcen in der Gesellschaft aufrechterhält, und was Rassismus und andere Diskriminierungsformen damit zu tun haben. Dazu beleuchten wir die rassistische Praxis der deutschen Polizeien, ob auf der Straße, in der Presse oder auf Social Media. Außerdem wollen wir gemeinsam diskutieren, wie Alternativen zur Polizei aussehen könnten.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Copbird Hackathons [21.-23.05.2021] statt, mehr Infos findet ihr hier: https://www.facebook.com/events/1822894784543605/

Ein Konzept zur Abschaffung der Polizei in Deutschland

*English below* Concept to abolish the police in Germany



Zuerst vorgestellt in der Veranstaltung: „hier und jetzt: Solidarität statt Polizei“ am 23.04.21

Ein Konzept zur Abschaffung der Polizei in Deutschland
von Copwatch Leipzig im April 2021
Deutsche Version 1.0



Inhalt:

  1. Ressourcen und Mittel der Polizei Sachsen
  2. Was für Aufgaben hat die Polizei? Welche Kriminalität gibt es in Sachsen?
  3. Andere Organisationen für Unterstützungsbedarfe
  4. Diskussionsvorschlag: ein Konzept zur Abschaffung der Polizei

    Alle Internetquellen wurden zuletzt am 23.04.2021 aufgerufen.

English

Concept to abolish the police in Germany

by Copwatch Leipzig in April 2021
English version 1.0



Content:

First presented in the event: “here and now: solidarity instead of police” on 23.04.21.

  1. Resources and means of the police of Saxony
  2. What are the tasks of the police? What crime is there in Saxony?
  3. Other organizations for support needs
  4. Discussion proposal: a concept for the abolition of the police

    All Internet resources were last accessed on 23.04.2021.

Wie schreibe ich ein Gedächtnisprotokoll?

ENGLISH BELOW

1. Grundsätzliches

Wir dokumentieren Vorfälle von rechtswidrigen und gewaltvollen polizeilichen Maßnahmen der sächsischen Polizei mit Schwerpunkt in Leipzig. Das betrifft insbesondere auch diskriminierende Aussagen und Kontrollen sowie sonstiges unprofessionelles, wie zum Beispiel grundlos aggressives und beleidigendes, Verhalten.

Eine Beschreibung des Vorfalls, ein sogenanntes Gedächtnisprotokoll, kannst du uns an copwatchleipzig@riseup.net schicken. Zur Orientierung findest du hier einen kleinen Leitfaden.

Am allerliebsten ist uns, wenn du uns eine verschlüsselte Mail1 schreibst, da dies deine und unsere Sicherheit enorm erhöht. Den benötigten Schlüssel dazu findest du auf unserem Blog: https://copwatchleipzig.home.blog/contact/

!!! WICHTIG !!!

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Veranstaltungen: “hier und jetzt: Solidarität statt Polizei”

English below 

23.04.2021 18.30:

Einführung zu Abolish The Police! (online)
Inputs und Podiumsdiskussion

22.05.2021 18.30:

Leipzig und unsere soziale Sicherheit
(online, ggf. in Präsenz im Außenbereich)
Podiumsdiskussion

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Polizeigewalt in der Corona Pandemie

Überall ist Polizei, nirgendwo ist SicherheitEin Redebeitrag zur Kundgebung für einen solidarischen Shutdown am 10.04.2021 in Leipzig

English below

Everywhere is police, nowhere is security – A speech for the rally for a solidary shutdown in Leipzig on 10.04.2021


Polizei & Corona

Wir sind CopwatchLeipzig und möchten den heutigen Tag nutzen um mit euch über Polizeiverhalten und Polizeigewalt während der Pandemie zusprechen.

Schon über ein Jahr hält die Coronapandemie auf der Welt an. Während Pflegekräfte und Ärzte:innen täglich um das Überleben von Menschen kämpfen, kuschelt die Polizei mit Coronaleugner:innen und rechten Verschwörungsideolog:innen und nutzt ihre im Rahmen der Pandemie erweiterten Kompetenzen um besonders Arme, POC, Schwarze und wohnungslose Menschen zu schikanieren.

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“Gefährliche Gegenstände” sind in der WVZ nicht mehr verboten

*English below*

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Bautzen kippt “Verordnung über das Verbot des Mitführens gefährlicher Gegenstände in Leipzig” heute, am 24.03.2021.

Damit erklärt das Gericht nach einem Normenkontrollantrag eines Anwohners eine der 2 Verordnungen der #Waffenverbotszone für unwirksam.
Das Verbot Waffen i.S.d. Waffengesetzes mitzuführen bleibt bestehen und damit auch die Möglichkeit zu verdachtsunabhängigen Kontrollen, da gegen diese Verordnung in diesem Verfahren nicht geklagt wurde. Das Urteil von heute ist demnach nur ein Teilerfolg!

Polizei und Innenministerium konnten nicht belegen, dass durch das Mitführen von gefährlichen Gegenständen (beispielsweise Schlagstöcke, Messer, Baseballschläger, Scheren, Nagelfeilen, Rasierklingen oder Reizgas) typischerweise die Gefahr eines Schadens für die öffentliche Sicherheit und Ordnung besteht.
Eine generelle Häufung von “Rohheitsdelikten” im Bereich der #Eisenbahnstraße reiche nicht aus, sondern über solche “Gefahrenverdachte” könne nur das Parlament entscheiden. Zuständigkeit des Innenministeriums, Bestimmheit und Verhältnismäßigkeit wurde vom OVG daher gar nicht erst geprüft.


Unser Ziel bleibt deshalb das gleiche: die #WVZ muss komplett abgeschafft werden, der Rückgriff auf sog. “gefährliche Orte” muss unterbleiben! Doch auch mit der Abschaffung der #WVZ, werden racial profiling und andere diskriminierende Kontrollen nicht einfach von der #Eisenbahnstraße verschwinden. Eine solidarische Nachbar*innenschaft und kritische Beobachter*innen werden weiter unerlässlich sein, um rechtswidrigem Handeln der Polizei Einhalt zugebieten.

Doch heute freuen wir uns auch ein bisschen, dass unter unserer Beteiligung neben dem parlamentarischen (Stadtrat) auch der juristische Anknüpfungspunkt im Kampf gegen die Waffenverbotszone Erfolg hatte. Wir fordern, dass der Innenminister #WöllerRücktritt weitere Faxen sein lässt und vor seinem wohl verdienten Rücktritt auch die WVZ-Verordnung für Waffen im technischen Sinne zurück nimmt.

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15. März 2021 – Internationaler Tag gegen Polizeigewalt

Solidarität statt Polizeigewalt!

Nach dem Mord an George Floyd im Mai 2020 war rassistische Polizeigewalt kurzzeitig auch in Deutschland ein viel beachtetes Thema. Die daran anschließenden Proteste machten deutlich, dass Polizeigewalt auch hier Alltag vieler Menschen ist. Das zeigt sich in Form von Abschiebungen, Racial Profiling und anlasslosen Identitätskontrollen, im Umgang der Polizei mit BIPoC (Black, Indigenous, People of Color), wohnungslosen Menschen, Sexarbeiter:innen, Fußballfans, Antifaschist:innen, Umweltaktivist:innen, be_hinderten Menschen und Menschen in psychischen Krisen.

Gerade zu Zeiten der Corona-Pandemie lässt sich deutlich erkennen, dass einige Personengruppen mehr im Fokus der Polizei stehen als andere. Beispielsweise erhalten wohnungslose Menschen und BIPoC deutlich häufiger Bußgeldbescheide – nicht etwa, weil sie mehr Verstöße begehen würden, sondern weil sie öfter kontrolliert werden. Hier zeigt sich deutlich, dass das Menschenbild der Polizei geprägt ist von einer Kriminalisierung marginalisierter Gruppen.

Zudem sterben auch in Deutschland Menschen durch Polizeigewalt und/oder während sie sich in Gewahrsam, also in der Obhut des Staates befinden. Allein 2020 wurden unter anderem Maria B. und Mohamed Idrissi von Polizist:innen ermordet. Ferhat Mayouf verbrannte im Gewahrsam der JVA Moabit. Dabei werden im Nachgang die Betroffenen nahezu immer selbst zu den Schuldigen erklärt, während die Beamt:innen nicht zur Verantwortung gezogen werden. Mehr Infos zu diesem Thema befinden sich auf der Seite: deathincustody.noblogs.org.

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